Deutschland-Achter feiert Sieg mit Streckenrekord bei der Premiere in Basel

Geschrieben von am 25. November 2016 in Rudern, Spitzensport mit 0 Kommentare

Was für eine Premiere: Beim ersten Auftritt des Deutschland-Achters beim BaselHead feierte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes gleich einen Sieg mit Streckenrekord am Rheinknie. Mit an Bord waren unter anderem die Silbermedaillengewinner von Rio Stabsunteroffizier (FA) Richard Schmidt, Malte Jakschik und Martin Sauer. Die anderen Achter vom Dortmunder Leistungsstützpunkt landeten am Samstag auf der 6,4-Kilometer-Langstrecke hinter den niederländischen Booten auf Platz vier und fünf. Beim Sprint-Rennen gab es sogar einen deutschen Dreifach-Sieg. „Das war ein motivierender Einstieg in die neue Saison“, sagte Trainer Uwe Bender, der mit Christian Viedt und U23-Trainer Peter Thiede die Mannschaft in der Schweiz betreute.

Dreifach-Sieg im Sprint

Am Samstagmorgen hatten die Ruderer und Steuerleute vom Team Deutschland-Achter ihren ersten Auftritt in Basel. In einem 300-Meter-Sprint fuhr das deutsche Elite-Boot einen klaren Vorsprung heraus, blieb zwei Sekunden vor dem ärgsten Verfolger. Der kam ebenfalls aus Deutschland. Der zweite Dortmunder Achter landete auf Platz zwei. Knapp eine Sekunde dahinter auf Rang drei rauschte das U23-Boot ins Ziel und war im Sprint damit schneller als die Konkurrenz beispielsweise aus Frankreich, den Niederlanden oder Krefeld, den deutschen Sprint-Meistern. „Es war ein Highlight für das Team, dass wir trotz dieser Konkurrenz die ersten drei Plätze belegt haben. Das ist sehr erfreulich, die Abstände waren sehr eng“, sagte Bender.

„Einsames Rennen“ auf der Langstrecke

Auch auf der Langstrecke hatte der Trainer allen Grund zur Freude. Dort ging der Deutschland-Achter 30 Sekunden hinter dem Schweizer Achter, dem Vorjahressieger, als zweites Boot ins Rennen. Die Gastgeber leisteten sich ziemlich früh einen Fahrfehler, nahmen eine Boje mit, und wurden deswegen gleich zu Beginn kassiert. Hinter dem Deutschland-Achter ruderte das holländische Großboot, doch auch die Olympia-Dritten konnten Hauptgefreiter Felix Wimberger, Stabsunteroffizier (FA) Richard Schmidt, Obermaat (BA) Torben Johannesen, Hauptgefreiter Peter Kluge, Malte Jakschik, Hauptgefreiter Maximilian Planer, Clemens Ernsting, Johannes Weißenfeld und Steuermann Martin Sauer nicht gefährlich werden. Mit großem Vorsprung und neuem Streckenrekord kam der Deutschland-Achter nach 6,4 Kilometern unter dem Jubel der vielen Zuschauer ins Ziel.

„Es waren schwierige Bedingungen, aber das war eine richtig gute Leistung. Am Ende war es ein einsames Rennen“, sagte Bender und gab ein Sonderlob an die Steuermänner heraus: „Steuertechnisch war es besonders anspruchsvoll mit dieser enormen Strömung und der Wende nach der Hälfte der Strecke. Die Steuerleute haben das gut gelöst, die Mannschaft ist ruhig geblieben.“ Das gilt auch für die anderen beiden deutschen Boote, die nur knapp hinter den beiden holländischen Achtern blieben. Bender: „Wir können mit den Ergebnissen sehr gut leben, auch der Nachwuchs hat sich ehrgeizig gezeigt und ordentlich verkauft.“

Viele Zuschauer sorgen für eine tolle Stimmung Für die Deutschen war es die Premiere in Basel, der letzte Auftritt soll es nicht gewesen sein. Als Preis gab es unter anderem einen Hotelgutschein für das nächste Jahr. „Den werden wir auf jeden Fall nutzen und wieder ein Team hier hin schicken“, sagt Bender: „Es hat allen Spaß gemacht, auch vom Gesamtpaket der Veranstaltung. Und wir haben uns geschlossen als Team vom Dortmunder Leistungsstützpunkt stark präsentiert. Auch die Atmosphäre an der Strecke war toll, die Ufer und die Brücken waren voll. Das war ein gelungenes Wochenende.“


Ergebnisse der Rennen mit Beteiligung des Teams Deutschland-Achter bei der 7. Auflage von BaselHead am 19. November:
Achter, Langstrecke (6,4 km): 1. Deutschland-Achter (Felix Wimberger, Richard Schmidt, Torben Johannesen, Peter Kluge, Malte Jakschik, Maximilian Planer, Clemens Ernsting, Johannes Weißenfeld, Martin Sauer) 18:48,84 Minuten; 2. Holland II 19:26,82; 3. Holland I 19:54,40; 4. Deutschland II (Alexander Egler, Jakob Schneider, Björn Birkner, Maximilian Niemand, Janek Schirmacher, Rene Stüven, Lukas Geller, Lukas Frederik Müller, Jonas Wiesen) 20:03,92; 5. Deutschland U23 (Marc Leske, Jacob Schulte-Bockholt, Laurits Follert, Christopher Reinhardt, Benedikt Müller, Johannes Rentz, Anton Schulz, Daniel Tkaczik, Felix Heinemann) 20:07,30.
Achter, Sprint (300 Meter): 1. Deutschland-Achter 01:29,50; 2. Deutschland II 01:31,59; 3. Deutschland U23 01:32,90; 4. Holland I 01:34,79; 5. Frankreich 01:35,83.

Text und Fotos: Deutschland-Achter GmbH

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