Die Bundeswehr-Fußball-Nationalmannschaft spielt erfolgreiche WM im Oman

Geschrieben von am 2. März 2017 in CISM, Fußball, Militärische Wettkampfe mit 0 Kommentare

Die Bundeswehr-Fußball-Nationalmannschaft (BFN) spielte beim 2nd World Football Cup vom 13. – 29. Januar 2017 im Oman erfolgreich mit. Nach überstandener Gruppenphase gelang der Einzug ins Viertelfinale. Hier war gegen das Team aus Syrien dann Schluss.

Das deutsche Team reiste nach dem letzten Feinschliff  vom Trainingslager an der Sportschule der Bundeswehr nach Muskat, Oman. Im A 400 M startete die 33 Mann starke deutsche Delegation vom Flugplatz Wunstorf zur Mission Weltmeisterschaft in das Sultanat Oman. Hier wurde das deutsche Team herzlich empfangen und hervorragend betreut. Die Unterbringung in einem Hotel und die ganze Organisation des Turniers waren ausgezeichnet. „Wir fühlen uns hier sehr wohl, für uns wird alles getan, damit wir eine gute und schöne Zeit hier erleben können,“ so das erste Statement von Oberstleutnant Daniel Held, dem Delegationsleiter des deutschen Fußballteams. Nach den ersten Eindrücken rund um das Hotel und der Stadt, begann das Team mit den ersten Trainingseinheiten auf dem nahegelegenen Trainingsgelände. Die Vorbereitung auf das erste Gruppenspiel gegen Algerien stand auf dem Programm. „Wir haben hier sehr gute Trainingsbedingungen bei optimalem Wetter, was wollen wir mehr. Den Jungs macht es Spaß hier zu trainieren“, so der erste Eindruck von Co-Trainer, Stabsunteroffizier Oliver Unsöld. Alle fieberten der Eröffnungsfeier im Sultan-Qabus-Stadium entgegen. Vor vollbesetzten Zuschauerrängen fand eine farbenfrohe und imposante Zeremonie unter Beteiligung der teilnehmenden Mannschaften statt.

Unglückliche Niederlage im ersten Gruppenspiel

Es war soweit, das lange Warten hatte ein Ende, das deutsche Team startete mit ihrem ersten Gruppenspiel des WFC im Seeb Sports Stadium in Muskat. Hier wartete direkt der amtierende Militärweltmeister – das Team aus Algerien. Die deutschen Kicker konnten die Partie lange ausgeglichen gestalten, verloren aber dann knapp mit 2:1 Toren. Mittelstürmer, Hauptfeldwebel Florian Stahl erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich, doch vier Minuten vor Schluss, fiel der 2:1 Siegtreffer für Algerien. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele einfache Bälle verloren, dadurch die Algerier stark gemacht. Mit der 2. Hälfte bin ich absolut zufrieden mit meiner Mannschaft. Es war ein ganz anderes Auftreten, schade nur dass wir mit einer Punkteteilung nicht belohnt wurden. Die Jungs  hätten es sich verdient. Jetzt gilt es zu regenerieren und die Leistung der 2. Hälfte mit ins zweite Gruppenspiel gegen Nord Korea mitzunehmen“, so das kurze Statement von Trainer, Oberstabsfeldwebel Olaf Bahne bei der Pressekonferenz. Torwarttrainer, Hauptmann Theodor Reuter sagte, „Das wird kein einfaches Spiel. Die Koreaner sind sehr schnell unterwegs“, Er schaute sich die Partie Nordkorea gegen den IRAN an. Die Asiaten gewann das Spiel mit 2:0 Toren.

 

Das deutsche Team gewinnt ihr zweites Gruppenspiel gegen Nord Korea

Die deutschen Militärkicker wussten dass sie auf einen sehr starken Gegner treffen werden und dass es im zweiten Spiel, bereits das erste Endspiel ist. Hauptfeldwebel Florian Stahl trifft erneut und beschert der deutschen Elf einen knappen aber wichtigen ersten Sieg im laufenden Turnier. „Eine gute Grundordnung, diszipliniertes und sicheres Aufbauspiel war heute der Schlüssel zum Erfolg. Das wir in der 2. Halbzeit stark unter Druck kommen war zu erwarten, aber wir haben das Spiel letztendlich mit großem Kampfgeist und Einsatz gewonnen. Ich glaube, dass wir die Koreaner und die Zuschauer mit unserem Spiel überrascht haben. Es kann so weitergehen“, so Trainer Oberstabsfeldwebel Olaf Bahne kurz nach dem Spiel.

Gruppenhase überstanden – unter den letzten Acht bei der Weltmeisterschaft

Die Bundeswehr-Fußball-Nationalmannschaft (BFN) erkämpft sich im Seeb Sports Stadium ein 0:0 Unentschieden gegen sehr starke Iraner. Die Konstellation war jedem bekannt, Rechenspiele wollte man vermeiden. Ein Sieg würde reichen. „Es ist mein Bauchgefühl, das mir sagt, es wird eines der schwersten Spiele seit langem. Ich hab schon so viel erlebt und weiß was in den Köpfen der Spieler vorgeht“, so Trainer Oberstabsfeldwebel Olaf Bahne kurz vor der Partie gegen den Iran. Es war so, aber am Ende des Tages war es geschafft. Die Militärkicker aus Deutschland standen in der nächsten Runde. Seit über einem Jahrzehnt ist dies keiner deutschen Militärauswahl gelungen.

Als einzige europäische Mannschaft wurde die Gruppenphase überstanden. Sie hat es unter die letzten acht Mannschaften eines großen Turniers geschafft. Das war nicht so richtig zu erwarten. Das Team hatte eine „Hammergruppe“ erwischt. Mit dem zweimaligen Militärweltmeister Algerien, die immer vorne mit dabei sind. Und dann mit Nordkorea, den hochgehandelten „Geheimfavoriten“. Diese Truppe ist gespickt mit U20, U23 und A-Nationalspielern. Und ausgerechnet gegen die Asiaten boten die deutschen Kicker eine Topleistung. „Wir brauchen etwas Druck um gute Leistungen abzurufen, das haben wir in toller Manier gegen Nordkorea gezeigt. Gegen den Iran war es wieder anders, die Spieler haben es vielleicht als ein leichteres Spiel angesehen, dann fehlen schon mal 5-10 % des Leistungsvermögens. Aber das kann man sich auf diesem internationalen Niveau nicht erlauben“, so das Statement von Coach Oliver Unsöld nach dem Spiel. Und was der Iran zu spielen in der Lage ist konnte man auch sehen. Es ist eine bärenstarke Leistung unter den letzten acht bei einer Militär-Fußball-WM zu sein. Die Arbeit und der Aufwand über die letzten beiden Jahre mit Sichtungsmaßnahmen, Trainingslager und Benefizspielen hat sich ausgezahlt und wurde belohnt. Glück und Geschick gehören im Fußball immer dazu.

Syrien zur stark im Viertelfinale

Mit Syrien hatte das deutsche Team einen richtigen Brocken vor der Brust. Dieses Team spielt zu Hause im Ligabetrieb zusammen und wurde in den letzten sieben Jahren viermal Landesmeister, so die „Vita“ des Gegners. Ein Pfiff nach 12 Minuten, Elfmeter, Rote Karte für Syrien, 1:0 in Führung,  nummerische Überzahl, es begann hoffnungsvoll. Obergefreiter Andreas Dick hatte den fälligen Strafstoß verwandelt. Doch eine physisch starke syrische Mannschaft schaffte es in der letzten Minute gegen eine aufopferungsvoll kämpfende deutsche Mannschaft zu gewinnen. Der Traum von einem möglichen Halbfinaleinzug war damit vorbei. „Es war das vierte Spiel innerhalb sieben Tage. Wir hatten am Ende nicht mehr die Kraft, das Spiel für uns zu entscheiden, wir waren einfach ziemlich platt, so der Kapitän der deutschen BFN, Hauptfeldwebel Alexander Heß kurz nach dem Abpfiff. „Wenn die erste Enttäuschung dieser Niederlage erst einmal  verflogen ist, werden die Jungs realisieren dennoch eine sehr gute WM gespielt zu haben und können stolz sein, so das schnelle Fazit des deutschen Delegationsleiters, Oberstleutnant Daniel Held.

 

 

Nach dem Ausscheiden blieb Zeit für die Kultur des Landes

Das Land im Osten der arabischen Halbinsel hat kulturell vieles zu bieten. Ein Kulturtag stand auf dem Programm. Alte Architektur Muskats und bemerkenswerte Bauwerke wurden besichtigt. Unter anderem die große Sultan-Qaboos-Moschee und das Royal Opera House Muscat. Die Moschee ist die Hauptmoschee im Oman. Sie gilt als eines der wichtigsten Bauwerke des Landes und ist die zweitgrößte der Welt.

Endspiel und Closing Ceremony der WM

Der Gastgeber, die Mannschaft aus dem Oman gewinnt im Elfmeterschießen das Endspiel des 2nd World Football Cups im vollbesetzten Sultan-Stadion und ist verdient Weltmeister. 30.000 begeisternde Zuschauer verfolgten das spannende Finale einer tollen Weltmeisterschaft. Das Gastgeberland hatte alles Mögliche getan um den 16 teilnehmenden Mannschaften sehr gute Voraussetzungen zu bieten und ein Wohlgefühl vermittelt. Der Lohn dafür, der Weltmeistertitel. Stimmungsvoll war dann der krönende Abschluss im vollbesetzten, 30.000 Zuschauer fassenden, Sultan Qaboos Sports Complex.

WELL DONE OMAN ! – Sehr gut gemacht Oman!

Die deutsche Delegation wird sich wohl noch lange an dieses Ereignis erinnern und viele Eindrücke mitnehmen und darüber zu erzählen haben.

EINE STARKE TRUPPE – Gut gemacht Jungs!

Über die sozialen Netzwerke, per E-Mail und telefonisch, sehr viele positive Rückmeldungen gab es zur Teilnahme der Bundeswehr-Fußball-Nationalmannschaft an der Militär-Fußball-Weltmeisterschaft hier im Oman. Familien und Freunde unserer Spieler, Lokalzeitungen, Bundeswehrmedien, Einsatzkontingente und Vorgesetzte übermitteln uns Glückwünsche und dankten unserer BFN für das gute Abschneiden der Bundeswehrkicker bei einer Weltmeisterschaft. Sehr viele Fans konnten uns während der WM hier auf Facebook verfolgen, haben sich über Beiträge uns Fotos gefreut. Wir haben ein großes Interesse bei lokalen Zeitungen und Bundeswehrmedien geweckt. Das Einsatzkontingent in Mali hat die Spiele live im Fernsehen verfolgt. Die Redaktion der Bundeswehr, Radio Andernach stellte Beiträge von uns ein und sendet über unsere Mannschaft. Es gab auch Lob und Anerkennung von militärischen Vorgesetzten und Dienststellen. Ebenso konnte sich der Präsident CISM Fußball, Hauptmann Rudi Fell, direkt vor Ort bei den Spielen der deutschen Mannschaft ein Bild über die Bundeswehrauswahl verschaffen. „Gut gemacht Jungs“ Ein tolles Auftreten, ihr habt die Bundeswehr und die Bundesrepublik Deutschland hier im Oman, absolut würdig und öffentlichkeitswirksam vertreten.
Einfach – Eine starke Truppe!

Text: Stabsfeldwebel Stefan Wagner, UstgPers StOÄ Koblenz, Pressebeauftragter der BFN

Fotos: Bundeswehr/CISM Media

 

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